Strategien und Checklisten zur Lehrkräftefortbildung im digitalen Zeitalter

Die Lehrkräfteaus- und -fortbildung ist neben der Qualität der IT-Ausstattung der Schule eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz neuer Medien im Unterricht. Eine herausragende Bedeutung hinsichtlich der für Schulen relevanten Medienerziehung und -kompetenz hat die Lehrerfortbildung. Ohne sie ist ein Infrastrukturkonzept wirkungslos, denn den Lehrkräften kommt eine zentrale Funktion beim Medieneinsatz zu.

Medienkompetenz der Lehrkräfte ausbauen

Wichtige Aufgabe der Lehrkräfte ist es, Medienkompetenz zuallererst bei sich selbst auszubilden. Für das »Digitale Klassenzimmer« benötigen sie neue pädagogische Konzeptionen und müssen gleichzeitig mit Geräten und Programmen sicher umgehen können, um ein sachgerechtes, selbstbestimmtes und kreatives Handeln damit vermitteln zu können. Eine wichtige Aufgabe der Schulleitung ist, insbesondere im Digitalen Zeitalter, die Fortbildung und Personalentwicklung! »Regelmäßige und zum Teil auch verpflichtende Fortbildungen der Lehrkräfte und des pädagogischen Fachpersonals, aber auch der Schulleitung, sind eine notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung des Medienbildungskonzepts.

Aufbau des Fortbildungskonzeptes

Das Fortbildungskonzept sollte vorhandene Kompetenzen berücksichtigen und den Entwicklungsprozess kontinuierlich begleiten. Dabei ist ein mehrstufiges und flexibles Fortbildungssystem, das verschiedene Fortbildungsformate beinhaltet, zu empfehlen. Dazu gehören beispielsweise kollegiale Beratung und schulinterne Fortbildungen (Schilf) oder auch externe Beratung und Fortbildungen.

Zwei Arten der Lehrerfortbildung müssen berücksichtigt werden:
• Technische Fortbildung: Essentiell für den pädagogisch sinnvollen Einsatz digitaler Unterrichtsmedien ist die Fähigkeit ihrer Handhabung durch die Lehrkräfte. Nicht zuletzt können so Mehrkosten durch Fehlnutzung vermieden werden.
• Medienpädagogische, fachdidaktische Fortbildung: Zur Professionalisierung der Lehrkräfte gehört zum einen die schulübergreifende (SchüLF) Einbindung länderspezifischer Lehrerfortbildungseinrichtungen und zum anderen die Implementierung schulinterner, für den Standort maßgeschneiderter Fortbildungsangebote (SchiLF).

Kontinuität bei Lehrerfortbildungen

Die Lehrerfortbildung in beiden Bereichen sollte dauerhaft und berufsbegleitend angeboten werden. Durch den Support in technischer, inhaltlicher und pädagogischer Hinsicht wird den Lehrkräften der unmittelbare Transfer des Gelernten in den Schulalltag ermöglicht. Diese Art des intensiven, dem aktuellen Bedürfnis angepassten Co-Teachings bewirkt mehr als mehrstündige, standardisierte Trainingskurse. Ein Bestandteil des Lehralltags sollte der gegenseitige Erfahrungsaustausch in Fragen des medialen Lehrens und Lernens werden. Das Feedback durch die Anderen dient der Überprüfung des eigenen Lernfortschritts und erhöht die Motivation.

Checkliste Lehrerfortbildung

  • Über welche Kenntnisse verfügen unsere Lehrpersonen bereits?

  • Welche Technologien werden eingeführt, die neu sind oder eine Änderung darstellen?

  • Wer ist für die Organisation der Fortbildungsmaßnahmen verantwortlich (Schulträger, Schule)?

  • Wie oft sollen und können Fortbildungsmaßnahmen angeboten werden?

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