Hybrides Lernen als Erfolgsmodell?

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Hybrides Lernen als Erfolgsmodell?

Ein Beitrag über Chancen und
Herausforderungen für Schulen

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Herausforderungen für Schulen

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Hybrides Lernen als Erfolgsmodell?

Zwei Monate waren die Schulen geschlossen. Unterricht zu diesen Zeiten nur auf digitalem Wege möglich. Mit viel Engagement der Lehrer und Lehrerinnen und Schulleitern ging es fortan aus den eigenen vier Wänden weiter. Nun kommt langsam wieder die Zeit der Lockerungen. Abschlussklassen und Grundschulen durften schon ein wenig früher in den Präsenzunterricht. Es folgen in vielen Bundesländern weitere Öffnungsschritte. Dabei wird deutlich, dass sich die Schulen in nächster Zeit besonders mit einem Begriff auseinandersetzen müssen: hybrides Lernen.

Was heißt hybrides Lernen?
Hybrides Lernen im Schulalltag bedeutet die Kombination aus Präsenzunterricht und digitalem Unterricht. Die Devise lautet: So viel Unterricht wie möglich, so wenig Kontakt wie nötig. Für die Lehrkräfte gilt es wieder einmal sich auf neue Gegebenheiten einzustellen. Klassen müssen geteilt werden, digitaler Unterricht und Präsenzunterricht wollen vorbereitet werden. Ein pädagogischer und organisatorischer Kraftakt denen Schulleiter und Lehrkräfte aber auch die Schülerinnen und Schüler ausgesetzt werden.

Blended Learning als ganzheitliche Methode
Es wird noch eine gewisse Zeit dauern bis alle Schulen ihre Medienentwicklungspläne umgesetzt haben und die Digitalisierung abgeschlossen ist. Um diese Zeit zu überbrücken und schon umgesetzte Digitalisierungsmaßnahmen nutzen zu können bietet sich für Lehrkräfte zum Beispiel blended Learning an. Blended Learning ist ein didaktisches Konzept, welches Online- und Präsenzunterricht kombiniert. Richtig umgesetzt ermöglicht das Konzept die Präsenzphasen in der Schule anstatt des klassischen Frontalunterrichts als praktische Projektarbeit in kleinen Gruppen stattfinden zu lassen. Ein hilfreicher Ansatz um die Vorgaben und Beschränkungen des Bundes umsetzen zu können. Beachten muss man jedoch, dass die Methode zunächst eine größere Zeit- und Aufwandsinvestition seitens der Lehrenden bedarf. Umfang, Pflichten und Freiheiten der Schülerinnen und Schüler müssen gegeneinander abgewogen werden.

Neue Technologien als Chance für hybrides Lernen
Neue Technologien eröffnen nicht nur für innerschulische Lernumgebungen, also den Unterricht im Klassenzimmer, zahlreiche didaktische und methodische Ansätze. Mobile und cloudbasierte Lösungen vereinfachen auch die praktische Umsetzung von außerschulischen Modellen und für das Lernen zu Hause.
Egal ob im Museum, im botanischen Garten oder beim Laborbesuch: Schulklassen sind nicht mehr an ein Gebäude gebunden und können überall auf ihre Unterrichtsmaterialien zugreifen.
Daneben ebnet die Digitalisierung mit Live-Chats oder Videokonferenzen einen neuen Weg für die Kommunikation zwischen Lehrkräften, Schülerinnen und Eltern. So können Lehrerinnen besser auf die Lernenden eingehen und den Unterricht anhand ihrer Bedürfnisse gestalten.

Chancen und Herausforderungen des hybriden Lernens
Realität und Anspruch liegen jedoch oft weit auseinander. Hybrides Lernen klingt erst einmal nach einer runden Sache. Die Umsetzung ist jedoch oft schwerer als gedacht. Faktoren wie Ausstattung, Kenntnisse der Lehrkräfte und Schülerinnen und Datenschutz müssen zu einem ganzheitlichen und vor allem funktionierenden Konzept ausgearbeitet werden. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über Chancen und Herausforderungen, die Schulträger und Schulleiter berücksichtigen müssen.

Chancen hybrides Lernen:

  • Differenziertes Lernen: Lehrkräfte können besser auf die Bedürfnisse einzelner Schüler*innen eingehen.

  • Erweiterte didaktische Möglichkeiten: Digitale Medien bieten neue Werkzeuge für den Unterricht und zur einfacheren Umsetzung des Lehrplans.

  • Globale Klassenzimmer: Der Unterricht wird über Ländergrenzen hinweg möglich.

  • Flexible Lernumgebung: Schüler*innen können bei längerer Abwesenheit weiterhin am Unterricht teilnehmen.

Herausforderungen hybrides Lernen:

  • Ausrüstung: Digitaler Unterricht erfordert eine funktionsfähige IT-Infrastruktur, eine professionelle technische Betreuung und geeignete Endgeräte.

  • Sicherheit und Datenschutz: Endgeräte und Plattformen müssen zuverlässig vor digitalen Sicherheitsrisiken geschützt werden.

  • Teilhabe: Die Anschaffung der Endgeräte sollte für Familien aus jeder Bildungsschicht möglich sein – nur so ist digitale Bildung für alle machbar.

  • Kompetenzen für den digitalen Unterricht: Die Digitalisierung fordert sowohl im Schulalltag als auch im Berufsleben neue Fähigkeiten.

Verfasser

MartinSchmiedel

Martin Schmiedel
Vorstand kommune.digital

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