Schulalltag in der
6. und 7. Klasse

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Digitaler Unterricht in der Unterstufe - Erfahrungsbericht eines Schülers

In diesem Beitrag schreibt Jakob, Schülerpraktikant der GFKD AG, über seine Erlebnisse aus seinem Schulalltag aus den Jahren 2020 und 2021. Er besuchte in diesem Zeitraum eine 6. und eine 7. Klasse in Oberbayern.

Wir haben Jakob gebeten, darzustellen, wie sein Unterricht ablief, welche Probleme es gab, welche Hindernisse er sieht und welche Lösungsideen er hat.

Meine Erfahrungen mit digitalen Unterricht aus der 6. Klasse (2020):

Das erste Mal, dass ich gemerkt habe, dass unsere Schule mit Digitaler Bildung hinterher hinkt, war am Anfang der Corona Pandemie, als wir von Zuhause unterrichtet wurden. Unsere Lehrerinnen und Lehrer waren mit der Situation überfordert genauso wie wir Schülerinnen und Schüler. Wir bekamen täglich Arbeitsaufträge über die Digitale Lernplattform "Mebis", welche zum Teil entweder nicht gemacht wurden oder auch einfach zu viel waren.

Videokonferenzen wurden bei uns nur im Fach Deutsch gemacht und das auch nur jeden dritten Tag und dann nur 15 Minuten. Als wir dann Wechselunterricht hatten, war es ähnlich.

Meine Erfahrungen in der 7. Klasse (2021):

Hier lief es etwas besser.
In der 7. Klasse gab es endlich einen Plan, welcher lautete, dass man sich jeden Tag um 8 Uhr auf "Mebis" anmelden sollte, um anschließend an den über den Tag verteilten Videokonferenzen teilzunehmen. Doch das klappte nicht, weil zu viele Schülerinnen und Schüler zum gleichen Zeitpunkt die Plattform benutzten.

Die Lehrerinnen und Lehrer meinten wohl, wenn wir 15 Minuten darüber reden, welche technischen Probleme die Schülerinnen und Schüler haben und anschließend 30 Minuten ein bisschen Unterricht machen, (der meistens aus Lehrvideos bestand) dann braucht es keine Arbeitsaufträge mehr. Es gab aber auch ein paar Ausnahmen von Lehrerinnen und Lehrern, welche den Videounterricht mit PowerPoint Präsentationen sehr interessant gestalteten und sich Mühe gaben. Das waren die Lehrerinnen und Lehrer, die sich mit Technik auskennen.
Es gab im Onlineunterricht aber auch Lehrerinnen und Lehrer, die gar keine Lust hatten, Videokonferenzen zu machen. Die haben es genauso wie im vorherigen Schuljahr gemacht.

Als wir dann Wechselunterricht hatten, haben die Lehrerinnen und Lehrer versucht, den Unterricht aus der Schule live mit zu streamen. Aber das ging ja nicht, weil unsere Schule nicht über die nötige funktionierende Technik verfügt. Die Kinder, die Zuhause waren, hatten dann frei. Unsere Schule besitzt zwar Tablets, aber die haben oft keinen Internetzugang oder funktionieren nicht mehr, weil sie veraltet sind.

Aktuelle Situation (Sommer 2021)

Im Moment gehen wir wieder als ganze Klasse in die Schule und viele Beamer wurden repariert und die Heizungen im ganzen Haus wurden ausgewechselt. Die Physik- und Chemieräume wurden erneuert und die Musikräume werden renoviert. Unsere Schule wird immer moderner, aber das dauert viel zu lange. Es müsste die technische Ausstattung ausgetauscht und erneuert werden. Im Großen und Ganzen hat sich die technische Situation an unserer Schule bisher nicht sonderlich verbessert im Gegensatz zum letzten Jahr.

Meine Meinung:

Die größten Probleme sind, dass viele Lehrerinnen und Lehrer nicht über die nötigen technischen Kenntnisse verfügen und die Lehrkräfte, die über technische Kenntnisse verfügen, haben nicht die nötige Technik zur Hand. Sie müssen daher Ihre eigenen Geräte für den Unterricht mitbringen. Außerdem sind Lernplattformen wie "Mebis" oft überlastet oder werden oft umgebaut. Den Lehrerinnen und Lehrern fehlt entweder die Technik oder die Kenntnisse zur Anwendung.

Auswirkungen auf meine Klasse:

Viele Schülerinnen und Schüler haben in der Corona Pandemie und im Fernunterricht sehr viel Stoff verpasst. Es sind fast zwei Jahre Bildung weggefallen. Es gab natürlich auch Kinder, bei denen das Lernen in der Schule und privat super funktioniert hat. Die Schüler, denen es aber schwer gefallen ist, haben jetzt eine große Lernlücke und sind dementsprechend nicht so gut für die nächsten Schuljahre vorbereitet. Eine weitere Auswirkung ist, dass die Lehrkräfte ohne gute technische Ausstattung keinen guten Unterricht machen können.

Meine Lösungsideen:

Die jeweilige Stadt und die jeweiligen Schulen sollten mehr mit Unternehmen zusammenarbeiten, die den Schulen helfen, sich zu digitalisieren und sich schneller mit Technik auszustatten und ihnen Tipps geben. Wenn sie das tun würden, dann geht die Digitalisierung der Schulen viel schneller und die Schulen werden moderner. Die Stadt sollte mehr Geld in die Digitalisierung von Schulen stecken.

Anbieter

kommune.digital

Unterstützung für Städte, Gemeinden und Regionen bei der Gestaltung zukunftsorientierter Arbeits-, Lebens- und Lernwelten.