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So wird digitaler Unterricht zum Selbstläufer

So wird digitaler Unterricht zum Selbstläufer

So wird digitaler Unterricht zum Selbstläufer

So wird digitaler Unterricht zum Selbstläufer

Case Study MetaComp
Interview Sarah Hoffmann

Case Study MetaComp
Interview Sarah Hoffmann

So wird digitaler Unterricht zum Selbstläufer

Sarah Hoffmann, Klassenlehrerin an einer Münchner Mittelschule, über ihre Erfahrungen mit den Experience Packages des „Skills for Innovation“-Programms von Intel®

Die Lehrerin Sarah Hoffmann bezeichnet sich selbst als „Vollblutpädagogin“. Sie brennt für ihren Job und moderne Bildung. Daher setzt sie auf eine Unterrichtsgestaltung, die junge Menschen in ihrer Lebensrealität abholt, sie aktiv werden lässt und ihnen wichtige digitale Kompetenzen für ihre Zukunft vermittelt.

Im Rahmen einer zweiwöchigen Testphase hat ihr das IT-Systemhaus MetaComp in Kooperation mit Intel und Lenovo verschiedene Experience Packages aus Intels Programm „Skills for Innovation“ (SFI) zur Verfügung gestellt. Mit den modularen Unterrichtspaketen und moderner Ausstattung können Lehrkräfte ihre Schüler:innen auf spielerische Art und Weise für das Leben und Arbeiten in einer digitalisierten Welt fit machen.

Im Interview erzählt die junge Lehrerin, wie die Experience Packages bei ihrer Klasse und im Kollegium aufgenommen wurden, was sie aus pädagogischer Sicht bewirkt haben – und warum für Schüler:innen ein selbstgedrehtes Video manchmal wertvoller sein kann als der Satz des Pythagoras.

Hallo Sarah, bitte stell dich kurz vor: Wie lange bist du schon in deinem Beruf?

Nach zwei Jahren als Referendarin in Ingolstadt bin ich seit diesem Jahr zum ersten Mal als Klassenleiterin einer 7. Klasse einer Mittelschule in München tätig. Ich habe zwar Sport, Deutsch und Arbeitslehre auf Lehramt studiert, an unserer Mittelschule unterrichtet man aber alle Fächer, damit die Kinder die Schule am Ende als eine Art „Multitalent“ verlassen. Daher sind wir bei der Gestaltung des Unterrichts sehr flexibel.

Was war für dich die Motivation, digitale Medien im Unterricht einzusetzen und die Experience Packages des Intel SFI-Programms auszuprobieren?

Dafür gab es mehrere Gründe: Im letzten Jahr meines Referendariats hatte ich eine sehr engagierte Klasse, deren Schüler:innen mir immer wieder gezeigt haben, wie sie unter anderem das Videoportal TikTok nutzen, und die mich gefragt haben, warum wir Lehrer:innen nicht mehr digitale Themen in den Unterricht bringen. Ich habe dann etwas improvisiert und mit ihnen zum Beispiel etwas zu QR-Codes ausprobiert.

Schon damals wusste ich, dass ich gerne deutlich mehr rund um Digitalisierung machen würde, da es für diese Generation einfach ein überaus wichtiges Thema ist und sein wird. Dann habe ich durch Zufall von einem Bekannten erfahren, dass die MetaComp die SFI-Experience-Packages von Intel zum Testen anbietet. Ich habe es mir online angesehen und sofort gedacht: Das ist wahrscheinlich etwas, das sich auch sehr gut für meine recht große Klasse eignet, die – und das ist liebevoll gemeint – ein echt wilder Haufen ist. (lacht)

Wir können von Kids in diesem Alter einfach nicht erwarten, dass sie bei sechs Stunden Frontalunterricht immer voll konzentriert bleiben. Aber mir ist wichtig, dass sie aus dem Unterricht wirklich etwas mitnehmen. Und wenn wir an unsere eigene Schulzeit zurückdenken, werden wir uns wahrscheinlich alle an die Stunden erinnern, in denen wir selbst aktiv geworden sind, in denen wir etwas geschaffen haben. Nicht an die Stunden, in denen wir nur in ein Buch gestarrt oder etwas auswendig gelernt haben.

Welche Ausstattung hast du von der MetaComp zugeschickt bekommen?

Wie war dein erster Eindruck und der Ablauf?

Ich habe mir das Experience Package zunächst nach Hause schicken lassen, da ich es mir erst einmal in Ruhe ansehen und ausprobieren wollte, bevor ich es in den Unterricht bringe. Nicht, dass ich dann vor der Klasse stehe und selbst nicht weiß, wie das Ganze funktioniert (lacht).
Zum Glück aber war alles wirklich einfach zu handhaben und selbsterklärend. Bei dem Lenovo Thinkpad Yoga beispielsweise war der Desktop so klar sortiert, dass ich mich nur noch durchklicken musste. Gut fand ich auch, dass es eine übersichtliche Packliste gab, damit man genau weiß, was man mit in den Unterricht nimmt, denn als Lehrer:in hat man immer Angst, dass am Ende etwas verloren geht.

Außerdem gab es eine Telefonnummer, falls man mal Unterstützung benötigt. Und natürlich einen Rücksendeschein, mit dem das Paket am Ende wieder abgeholt wird, damit ich mich wirklich um nichts kümmern muss. Damit gab es für mich keinerlei Fragezeichen mehr. Ich habe mir dann die vorgefertigten und sehr gut aufbereiteten Unterrichtsverläufe des SFI-Programms angeschaut und mich für das Paket Videoproduktion entschieden, es nur noch mit ein paar Klicks leicht auf meine Klasse angepasst. Dann ging es mit den Inhalten und dem Equipment in den Unterricht.

Wie war die Reaktion deiner Klasse?

Sie waren wirklich sofort Feuer und Flamme! Vor allem als sie das Ringlicht gesehen haben, denn das kannten sie schon von ihren TikTok-Stars und wollten es sofort selbst ausprobieren. Meine einzige Vorgabe war dann, dass wir nicht nur irgendwelche Spaßvideos drehen, sondern etwas Sinnvolles mit Inhalt. Wir schauen häufiger die Logo-Nachrichten, und die fanden sie nicht immer interessant beziehungsweise für sie relevant.
Da habe ich gesagt: „Jetzt habt ihr die Chance, es besser zu machen.“ Sie haben dann ganz von allein vier Gruppen gebildet, die unterschiedliche Nachrichteninhalte produziert haben. Die eine Gruppe hatte zum Beispiel bemängelt, dass in all den Corona-News nicht vorkommt, was neue Regeln für sie persönlich in ihrem Alter und Alltag bedeuten.
Deshalb haben sie einen Beitrag darüber gedreht, was aktuell für über und unter Vierzehnjährige gilt – vor allem, ob sie zu ihrem Lieblings-Fastfood-Restaurant mit dem großen M gehen dürfen (lacht). Oder einfach aktuelle News aus dem Raum München. Es kam sogar der Vorschlag, dass wir, wenn wir die Technik auf Dauer vor Ort hätten, nach dem Vorbild von US-Colleges Schulnachrichten produzieren könnten. Auf jeden Fall waren sie total begeistert, mit dem Green Screen zu experimentieren und den Umgang damit zu erlernen.

Wie hast du es aus pädagogischer Sicht empfunden, wie die Schüler:innen mit den digitalen Medien umgehen?

Dazu möchte ich zwei Beispiele nennen, die zeigen, welche positiven Effekte es haben kann, mal etwas Neues auszuprobieren: Wir haben einen Jungen, der in klassischen Fächern wie Mathe oder Deutsch eher zu den leistungsschwächeren Schülern gehört und sich daher meist im Hintergrund hält. Als wir mit dem Green Screen Wetternachrichten gedreht haben, kam ihm die Idee, dass man sie auch als Rap vortragen könnte, um sie interessanter zu gestalten. Und das hat er dann richtig kreativ und selbstbewusst vor der gesamten Klasse getan. Dafür wurde er von allen gefeiert. Wir konnten also eine Stärke, die sonst im normalen Unterricht verborgen geblieben wäre, zu Tage fördern.

Gleichzeitig war es schön zu sehen, wie die Arbeit mit dem Experience Package die Integration und Kollaboration innerhalb der Klasse fördert: Wir haben einige extrovertierte Anführerinnen, die ab und zu austeilen, ich nenne sie mal unsere „Instagram-Girls“. Bei den Videoaufnahmen haben sie den schüchternen Mädchen, mit denen sie sonst weniger Berührungspunkte haben und die nicht so kamerageschult sind, geholfen und ihnen gezeigt, wie man sich vor der Kamera positioniert. Sie haben ihnen gesagt: „Heute sind wir eure Coaches.“ So konnten wir einige Grenzen innerhalb der Klasse aufbrechen, das war super fürs Gemeinschaftsgefühl.

Hast du auch von deiner Schulleitung oder anderen Lehrkräften Resonanz bekommen?

Ich war ja neu an der Schule, deshalb habe ich natürlich vorher mit unserer Rektorin darüber gesprochen, dass ich ein Experience Package einsetzen möchte. Sie war zum Glück sehr offen und hat gesagt, ich solle alles, was mit Digitalisierung zu hat, einfach ausprobieren, da sie froh sei, wenn sich jemand damit auseinandersetzt.

Und natürlich sprechen die Schüler:innen verschiedener Klassen auf dem Pausenhof darüber, was bei ihnen im Unterricht passiert. So hat auch meine 7. Klasse anderen davon erzählt, was wir machen. Daraufhin kam eine Lehrerin auf mich zu und sagte mir mit einem Augenzwinkern: „Jetzt bleibt mir wohl keine andere Wahl, als auch die Experience Packages zu nutzen, denn meine Schüler:innen möchten schon in deine Klasse wechseln.“ (lacht)

Andere Lehrer:innen haben mich gefragt, woher ich das Vorwissen habe, Inhalte zum Thema Digitalisierung zu vermitteln. Ich habe nur gesagt: „Du brauchst kein Vorwissen oder spezielles Können, es ist alles komplett selbsterklärend und vorstrukturiert, das kannst du auch.“ Jetzt wollen sie es in ihrem Unterricht ebenfalls ausprobieren. Und sogar meine 60-jährige Mutter, die auch Lehrerin ist und der ich privat von meinen Erfahrungen erzählt habe, möchte es nun an ihrer Schule testen.

Wirst du noch weitere SFI-Pakete nutzen?

Ja, ich werde auf jeden Fall noch mehr probieren. Meine Klasse ist immer sehr an aktuellen Entwicklungen rund um Corona interessiert, deshalb ist das Paket „Mathematik der Pandemie“ für sie spannend. Damit können sie zu kleinen Wissenschaftler:innen werden. Auch über Fake News haben wir schon anhand von Sachtexten etwas im Deutschunterricht gemacht, daran können wir mit dem entsprechenden Digitalpaket gut anknüpfen. Zunächst möchte ich mich aber näher mit dem Package „VR Science Museum“ auseinandersetzen.

Wie würdest du abschließend deine Erfahrung mit dem Experience Package beschreiben – und würdest du es weiterempfehlen?

Das muss man sicher aus verschiedenen Perspektiven betrachten: Für jeden und jede einzelne Schüler:in ist es unheimlich motivierend und eine große Bestätigung, selbst etwas produziert und nicht nur – Stichwort Bulimie-Lernen – etwas auswendig gelernt zu haben. Sie erschaffen etwas, vom dem sie im Anschluss mit Stolz erzählen können. Es stärkt neben der Zusammenarbeit und dem Gemeinschaftsgefühl auch das Selbstwertgefühl jedes und jeder Einzelnen, wenn sie neue Fähigkeiten entdecken und Fertigkeiten erlangen, die sie aus dem Klassenzimmer heraus mit ins Leben nehmen können. Wenn die Kinder versiert im Umgang mit digitalen Medien werden, erwerben sie ein sehr wichtiges Rüstzeug, das ihnen später im Leben und der Arbeitswelt etwas bringt. Wahrscheinlich wird kein Chef je von einem Auszubildenden den Satz des Pythagoras hören wollen – wenn er aber für das Unternehmen ein kleines Image-Video fürs Netz drehen kann, ist das eine sehr geschätzte Zusatzqualifikation.

Auch aus Sicht jeder Lehrkraft hat es nur Vorteile: Über die interaktiven Inhalte können wir eine Brücke zu unseren Schüler:innen bauen, ihnen etwas anbieten und sie begeistern. Indem wir Innovation in den Unterricht bringen, tun wir auch etwas gegen dieses Image, dass wir Lehrer:innen nur unseren Stiefel durchziehen würden. Und das Schöne ist ja, dass es uns das SFI-Programm richtig einfach macht, den Kids mal etwas „Cooles“ zu bieten, das gleichzeitig pädagogisch sinnvoll ist. Viele denken ja immer, dass es ein Mehraufwand sei, Digitalisierung in den Unterricht zu bringen – aber mit den SFI-Paketen ist das Gegenteil der Fall: Unsere Schüler:innen haben Spaß, werden eigeninitiativ, lernen etwas Wertvolles für ihre Zukunft – und für uns Lehrkräfte wird digitaler Unterricht zum Selbstläufer.

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